Mini-Basketball-Regeln

Offizielle DBB -Regeln für die U 12 und U 11

(Stand August 2016) – ab der Saison 2017/18
Präambel
Um den Basketballsport in Qualität und Quantität weiter zu entwickeln, wurden einheitliche und verbindliche Regeln und Spielvorgaben für den U 12- und U 11-Bereich in allen Landesverbänden des DBB geschaffen. Diesem Bereich kommt dabei besondere Aufmerksamkeit zu, da in dieser Altersstufe wichtige koordinative und technische Grundlagen und die Bindung an die Sportart nachhaltig beeinflusst werden.
Alle Trainern/innen und Schiedsrichtern/innen, die in und mit dieser Altersgruppe aktiv sind, tragen somit eine besondere Verantwortung. Ihr Mitwirken ist Voraussetzung für den Erfolg dieser Regeln und Vorgaben und damit für die Entwicklung der Kinder und der Sportart.
Auf der einen Seite gilt es weiterhin möglichst viele Kinder für den Basketballsport zu begeistern. In einer
positiven, spaß- und spielorientierten Atmosphäre sollen alle Kinder, die trainieren, auch angemessen die Gelegenheit bekommen, am Wettkampf teilzunehmen und zu spielen.
Auf der anderen Seite muss das Ziel in der Arbeit mit dieser Altersgruppe die individuelle technische und
individualtaktische Ausbildung des einzelnen Kindes sein. Die Grundlagen für Spielfähigkeit und
Entscheidungsverhalten sollten bereits in dieser Altersgruppe geschaffen werden. Taktische Strukturen in Angriff oder Verteidigung haben in dieser Altersgruppe hingegen nur wenig Platz. Dabei muss die Vermittlung der Grundlagen und die individuelle Entwicklung der Kinder auch Vorrang vor dem Gewinnen von Spielen oder Wettkämpfen haben.
Trainer/innen und Übungsleiter/innen in dieser Altersgruppe sollten diese Grundlagen und die Vorgaben dieser Regeln bereits bei der Planung ihrer Trainingseinheiten berücksichtigen. Alle Regelübertretungen (speziell die Zeitregeln) sind großzügig und entsprechend dem offensichtlichen technischen Vermögen des einzelnen Kindes zu ahnden. Entscheidungen und Strafen sollten im Zweifel kurz erklärt werden. Vor jedem Spiel erfolgt ein kurzer Austausch mit beiden Trainern/innen und den Schiedsrichtern/innen über den Entwicklungsstand der Kinder und es wird eine gemeinsame Linie vereinbart. Dabei sollen die Kinder und nicht die Regeln im Vordergrund stehen. Von den Schiedsrichtern/innen in dieser Altersgruppe sind daher grundsätzlich Augenmaß, Flexibilität und pädagogisches Geschick gefordert.
Die Trainer/innen sollten auch während des Spiels mit Erklärungen und ggf. entsprechenden Anweisungen (taktisches Verhalten) die Tätigkeit der Schiedsrichter/innen ergänzen. Das lautstarke Kritisieren von Entscheidungen im laufenden Spiel ist in jedem Fall das falsche Signal und Vorbild für die Kinder, das Trainer/innen und Kinder unnötig vom Spielgeschehen ablenkt.

Ausnahme:

In der höchsten Spielklasse oder den Endrunden der U12/11 im Landesverband hat dieser die Möglichkeit, die Vorgaben für die Verteidigung auszusetzen und Ganzfeldverteidigung zuzulassen, um die Kinder auf eine leistungsorientierte U14 vorzubereiten. Es gelten in diesem Fall die Vorgaben zur MMV ab U14. Ebenso können die Regelungen für Drei-Punkte-Würfe und Freiwürfe bereits auf die offiziellen FIBA- Regeln angepasst werden.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde für die nachfolgenden Regeln durchgängig die männliche (neutrale) Anredeform benutzt, die selbstverständlich die weibliche mit einschließt.
Prinzipiell wird bei der U 12/U 11 nach den offiziellen FIBA-Regeln gespielt. Es sind jedoch folgende
Abänderungen bzw. Vereinfachungen zu beachten:

1. Einsatzzeiten

Jedes Kind muss eingesetzt werden. Dies wird auf dem SBB durch das X gekennzeichnet. Spielt ein Kind
nicht,so verliert die Mannschaft das Spiel.

2. Freiwurflinie

Die Freiwurflinie ist einen Meter vorverlegt.

3. Punkte -Regel

Feldkörbe werden wie folgt gewertet:
  • Innerhalb der Zone zählt jeder Korberfolg 2-Punkte.
  • Außerhalb der Zone zählt jeder Korberfolg 3-Punkte.

4. Ballgrößen & Korbhöhe
In der U 12 und der U 11 wird mit der Ballgröße 5 gespielt. Besonders im Breitensport- und Anfängerbereich können die Körbe je nach Fähigkeiten der Kinder in Abstimmung zwischen den Trainern/innen auf bis zu 2,60 m abgesenkt werden.

5. Verteidigung

  • Die Mann-Mann-Verteidigung ist vorgeschrieben, d.h. der Verteidiger darf sich nicht mehr als 2 Meter
  • vom Gegenspieler entfernen.
  • Eine klare Mann-Mann-Zuordnung muss permanent sichtbar sein.
  • Die Aufnahme des Gegenspielers darf erst hinter der Verlängerung der Freiwurflinie des Vorfeldes (also ab ¾ Feld) erfolgen
  • Alle Formen des Doppelns in Ganz- und Halbfeld sind untersagt. Dabei ist bewusstes Doppeln von
  • altersbedingter „Knäuelbildung“ zu unterscheiden!

Ausnahmen:
1) Verteidiger, deren Gegenspieler offensichtlich absichtlich ball- und situationsfern „geparkt“ werden
nur um einen Verteidiger zu binden, dürfen stärker absinken. Wird der Angreifer aktiv, so muss der
Verteidiger sofort wieder die 2-Meter-Regel befolgen.
2)Ist der Verteidiger am Ball klar geschlagen und der Korb direkt bedroht, darf geholfen werden.

6. Angriff

  • Untersagt sind alle Formen von Blocks, direkt am Ball (z.B. Hand-Off) und auch indirekt abseits des Balles
  • Die einzigen erlaubten vortaktischen Maßnahmen sind das Give and Gound das Schneiden zum Ball.

Strafen (zu 5 & 6):
– Vergehen werden nach einmaliger Verwarnung mit einem Punkt und einem Einwurf an der Mittelline für die gegnerische Mannschaft geahndet.
-Der Punkt wird jeweils dem Kapitän der gegnerischen Mannschaft gut geschrieben. Dies wird auf dem SBB mit einem „K“ in der Spalte mit den Spielernummern vermerkt.

Quelle: DBB Website