In Hamburg reichten die Kräfte nicht

Nachdem am siebten Spieltag das Heimspiel gegen RASTA Vechta für die Hagener ausfiel, blieben den Spielern und Trainern fünf Tage, um nach der schrecklichen Nachricht über den Tod von Headcoach „Matze“ Grothe Kräfte für das Spiel gegen die Hamburg Towers zu sammeln. In der ersten Spielhälfte gestaltete sich die Begegnung erwartungsgemäß knapp, letztlich mussten sich die Feuervögel aber 111:84 geschlagen geben.

Das Personal: 

Die erste Fünf von Phoenix von Phoenix Hagen bestand am achten Spieltag aus Dominik Spohr, Alex Herrera, James Reid, Derreck Brooks und Jonas Grof. Für die Gastgeber aus der Hansestadt starteten Anthony Canty, Justin Raffington, Jonathon Williams, Gregory Mark Longins Jr und Hrvoje Kovacevic. Topwerfer der Partie auf Hagener Seite war Dominik Spohr mit 19, dicht gefolgt von Jonas Grof mit 18 Punkten. Für die Gastgeber erzielte Jonathon Williams mit 24 Zählern das beste Ergebnis der Begegnung.

Der Spielverlauf:

Für das erste Hagener Statement sorgte zügig Dominik Spohr durch einen Drei-Punkte-Wurf. Die Anfangsphase gestaltete sich zunehmend eng, nach vier Minuten glichen die Hamburg Towers erstmals zum 8:8 aus, daraufhin folgte ein Geben und Nehmen beider Mannschaften, das sich erst zum Ende des ersten Viertels zu Gunsten der Hagener gestaltete. Mit einem Dreier acht Sekunden vor Schluss konnte James Reid die 29:21-Führung für die Feuervögel herstellen.

Die zweite Spieleinheit eröffnete Hamburgs Anthony Canty zum 24:29. Fünf Minuten lang hielten die Feuervögel die Hansestädter noch auf Abstand, bis Hamburgs Lucas Gertz zum 35:36 traf und Coach Dietmar Günther eine Auszeit für Hagen ansetzte. Wieder war es Dominik Spohr der nach dem Timout die ersten Hagener Punkte versenkte. Bei 3:18 Minuten folgte ihm Jonas Grof, der mit einem Dreier das 35:41 herstellte und auch die Hamburger zur Zwangspause nötigte. Nach der Ansprache dauerte es noch eine Minute bis der 43:43-Ausgleich durch Hrvoje Kovacevic auf der Anzeigetafel stand. Die 46:45-Führung gelang durch einen Dreier von William Francis Darley eine Minute vor der Halbzeitsirene. Doch ein Assist von Jannik Lodders an Joel Aminu brachte die Hagener in Führung (46:48), Hamburg hatte jedoch wieder eine Antwort. Bei noch guten vier Sekunden auf der Uhr und einem Spielstand von 49:48 nahm Coach Günther erneut ein Timeout, das den Halbzeitstand aber nicht mehr beeinflussen konnte.

Die erste Chance auf Punkte bekam James Reid nach etwa einer Minute durch ein Foul von Hamburgs Kovacevic. Reid verwandelte einen der beiden Freiwürfe und glich zum 49:49 aus bevor Jonathon Williams für die Hamburger mit einem Dreier antwortete (52:49). So Recht wollten die Gastgeber sich die Führung in diesem Spielabschnitt nicht abnehmen lassen: Nachdem Jonas Grof die Hagener zum 59:57 heranbrachte, war es erneut Hamburgs Enosch Wolf, der einen Ausgleich zu verhindern wusste (61:57 bei 5 Minuten). Bei 4:24 Minuten und einem Neun-Punkte-Rückstand (66:57) hieß es dann Timeout Hagen. Doch bis zum Ende des dritten Viertel dominierten die Hamburger, die durch einen Dreier von Anthony Canty mit einer 14-Punkte-Führung (79:65) den dritten Spielabschnitt beendeten.

Den Hagener Start in die Schlussphase markierte Jasper Günther mit einem Drei-Punkte-Wurf zum 80:68, danach legten die Hamburger jedoch reichlich nach. Nach knappen fünf Minuten im vierten Viertel sorgte Williams Darley für eine 88:74-Führung für die Hansestädter, die auch eine Hagener Auszeit nicht verringern konnte. Zwei aufeinander folgende Treffer von Anthony Canty sorgten bei 3:43 Minuten für die 19-Punkte-Führung der Gastgeber zum 93:74. Die letzten Minuten gehörten dann den Gastgebern, die ihren Vorsprung bis Spielende ausbauten und die Partie 111:84 für sich entschieden.

Das Fazit:

Die Feuervögel wollten am achten Spieltag alles geben und für ihren verstorbenen Coach Matthias Grothe einen Sieg nach Hause holen. Auch wenn die Mannschaft sich diesen Wunsch nicht erfüllen konnte, stehen bei Phoenix Hagen bisher fünf Siege nur zwei Niederlagen gegenüber. Die nächste Chance auf einen Auswärtssieg bekommen die Feuervögel am 11.11. bei den Kirchheim Knights.

Phoenix-Coach Dietmar Günter:

„Die Mannschaft hat heute wirklich alles gegeben, aber irgendwann schwand einfach die Energie. Die Woche war durch die hohe Emotionalität extrem erschöpfend und als wir schwächer wurden, wurden die Hamburger im Gegenzug immer stärker und haben das Spiel aggressiv gestaltet. Es ist selbstverständlich, dass sowas zu diesem Zeitpunkt passieren konnte und es wird auch noch etwas dauern, bis sich alles normalisiert.“

Die Statistik:

Hamburg Towers – Phoenix Hagen 111:84 (49:48) (21:29, 28:19, 30:17, 32:19)

Phoenix Hagen: Spohr (19) Grof (18), Reid (14), Herrera, (12), Brooks (10), Aminu (6), Günther (3), Baumann (2), Lodders, Hollersbacher.

Hamburg Towers: Williams (24), Canty (22), Wolf (17), Darley (12), Kindzeka (9), Logins (9), Raffington (4), Schmidt (4), Kamp (3), Kovacevic (3), Behr (2), Gehrtz (2).

Phoenix Hagen

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